ORMA – ein neues Spiel mit dem Zufall

Dasselbe Rad wie bei ORNA, geteilt: zwei Sichtweisen auf eine Begegnung.

Ein Rad dreht sich. Es bringt eine Künstlerin oder einen Künstler mit einer Theoretikerin oder einem Theoretiker zusammen: Eva Hesse und Henri Bergson, Tehching Hsieh und Donna Haraway, Mona Hatoum und Hannah Arendt. Welche Begegnung entsteht, entscheidet der Zufall. Was daraus wird, entscheidest du.

ORMA ist ein Kunst- und Denkspiel, irgendwo zwischen Theorie, Kunst, Selbstwahrnehmung und Tagebuch. Zu zweit antwortet ihr getrennt auf dieselbe Frage, deckt eure Antworten auf und denkt gemeinsam weiter. Allein spielst du «Re-Entry»: Du antwortest heute, und wenn das Rad dieselbe Konstellation irgendwann wiederbringt, antwortest du noch einmal, als spätere Version deiner selbst. Was hat sich verändert?

48 Konstellationen, kleine Aufgaben für Kopf und Hände, kein Richtig und kein Falsch. Kostenlos, ohne Anmeldung, und deine Gedanken bleiben auf deinem Gerät. ORMA ist noch eine Alpha-Version, Rückmeldungen sind willkommen: ORMA spielen.

ORNA – Nebeneinander, Nacheinander als App

Zwei Ringe, eine Achse: aussen zwanzig Künstler:innen, innen zwanzig Theoretiker:innen.

Das Doppelrad «Nebeneinander, Nacheinander» gibt es jetzt auch als App: ORNA. Sie wird direkt von der Website auf den Home-Bildschirm gelegt, ohne App Store – auf der Seite des Rads steht dafür oben der Knopf «ORNA als App installieren», auf dem iPhone über «Teilen» und «Zum Home-Bildschirm». Beim Öffnen setzt sich das Rad aus den leeren Ringen zusammen: Die vierzig Zeichen finden einzeln ihren Platz, dann erscheint der Name. Danach läuft alles wie auf der Website, ohne Menü, im Vollbild und auch ohne Netz. Jede Drehung zieht eine der kuratierten Konstellationen und endet mit einer offenen Frage.

Erstellung einer neuen Website mit Claude Code

Jede Runde des Gesprächs hinterlässt einen Schritt. Achtzehn sind es bis heute.

In einem einzigen langen Gespräch mit Claude Code ist aus einem leeren GitHub-Repository diese Website entstanden: schlichtes HTML und CSS, das drei meiner Claude-Artefakte zeigt. Die Artefakte wurden samt 3D-Bibliothek und Schriften auf die eigene Seite geholt, sodass nichts mehr von fremden Servern geladen wird. Für jede Arbeit hat Claude die Animation Bild für Bild aufgenommen und daraus kurze Vorschau-Schleifen gemacht, deren Format, Tempo und Kontrast wir mehrmals nachjustiert haben. Dazu kamen ein ruhiger Hintergrund aus Lemniskaten und Schleifen, die wiederkehren, aber nie identisch, ein Menü mit drei stark reduzierten Schwarz-Weiss-Symbolen und eine wogende Trennlinie. Jede Rückmeldung wurde zu einem kleinen, überprüften Schritt auf GitHub – der Prozess selbst ist eine Wiederkehr ohne Rückkehr.

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